Drohne im Einsatz - Feldbegehung des landwirtschaftlichen Ortsverbands

Surrend hebt die Drohne ab. Ihre sechs Rotoren heben die Yuneec H520 innerhalb kurzer Zeit auf 100 Meter, wo sie die vorprogrammierten Bahnen über einem Feld in der Bauerschaft Hägerort abfliegt.

Die Ergebnisse des Drohnenflugs kann Bernd Strotmann wenig später auf dem Hof Schulze Osthoff präsentieren. In farblich codierten Darstellungen ist zu erkennen, an welchen Stellen des Ackers sich die meiste Biomasse befindet – und wie Dünge- oder Pflanzenschutzmaßnahmen basierend auf diesen Daten möglichst effizient durchgeführt werden können. „Dadurch spart der Landwirt nichts“, macht der Geschäftsführer der Maschinengemeinschaft Freckenhorst deutlich. Sehr wohl allerdings soll der Drohneneinsatz zu höheren Ernten führen und so die Kosten wieder einspielen. „Precision farming“ – Präzisionsackerbau in der deutschen Übersetzung – lautet das Schlagwort dafür. Welche Möglichkeiten die Technik dafür bietet, stellte Maschinengemeinschafts-Geschäftsführer Bernd Strotmann beim traditionellen Feldbegang des landwirtschaftlichen Ortsverbandes Hoetmar-Freckenhorst vor.

Bernd Strotmann von der Machinengemeinschaftstellte dir Drohne und

ihre vielfältigen Einsatzmöglichkeiten in der Landwirtschaft vor.

Über den Einsatz beim Präzisionsackerbau hinaus könne die Drohne beispielsweise auch bei der Suche nach Wildtieren wie Rehkitzen vor der Grasmahd oder zur exakten Vermessung von Schadflächen nach Wild- oder Wetterschäden zum Einsatz kommen. Möglich ist auch die Untersuchung von Photovoltaikanlagen sowie die Suche nach thermischen Lecks im Bereich von Gebäudehüllen.

Den traditionellen Teil des Feldbegangs hatte Hermann Klockenbusch übernommen. Der Pflanzenschutzberater der Landwirtschaftskammer ging mit den Landwirten durch die Kulturen, zeigte anstehende Maßnahmen auf und gab Empfehlungen. Im Großen und Ganzen gäben die Bestände ein gutes Bild ab, zeigte sich Klockenbusch überzeugt. „Sie benötigen jetzt dringend Wasser“, hofft er mit den Landwirten auf Regen. Die bisherige Trockenheit habe durchaus auch Vorteile gehabt: „Es ist ein sehr gesundes Jahr für die Pflanzen.“

Ein gemütliches Beisammensein bildet traditionell den Abschluss des Feldbegangs. In geselliger Runde stand für die Mitglieder des landwirtschaftlichen Ortsverbands dabei auch der Austausch über die zahlreichen Informationen des Abends im Mittelpunkt.

Quelle: Die Glocke

 

 


   
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