Verluste auf den leichten Böden

14. Juli 2009

Kreis Warendorf / Freckenhorst

(gl). Sie hatten es fastgeschafft – dann kam der Regen. Die letzten Restflächen mit Wintergerste stehen noch, aber der gestrige Sonnentag machte den Männern der Maschinengemeinschaft Freckenhorst Mut, in Kürze wieder ausrücken zu können.

Die Erntesaison ist schon voll im Gange: Nach dem Heu kommt die Gerste – und der hat die Trockenzeit kurz vor der Abreife nicht gerade gut getan. „Verluste gibt es besonders auf den leichten Sandböden“, mussten Theo Stratmann und sein Team feststellen. Das Korn war förmlich geschrumpft, was sich beim Ertrag sofort bemerkbar machte. Mit elf Mähdreschern waren sie vor rund zehn Tagen ausgerückt, ein ganzes Wochenende über hatten sie die Ernte eingefahren – dann wurde es nass. „Da ging nichts mehr“, so Stratmann. Den schweren Lehmböden tat Petrus Segen allerdings gut, denn bei der vorherigen Trockenheit war nach dem Grasschnitt kaum ein Halm nachgewachsen. Derweil lassen die Männer der Maschinengemeinschaft immer wieder die Blicke gen Himmel schweifen. Erntezeit ist Urlaubsstopp für die sieben Festangestellten: Zur Untätigkeit auf dem Feld verdammt zu sein, ist dann besonders ärgerlich. Zumal auch schon die nächsten Aufgaben warten: Nach der Gerste kommt der Raps, danach Roggen und Triticale (Kreuzung aus Weizen und Roggen), dann der Weizen und schließlich der Mais. Die Saison dauert für die Erntefachmänner bis etwa Mitte Oktober. Es gibt aber auch Jahre, da läuft alles quer – wie 1998, als anhaltende Niederschläge die Maisernte so verzögert hatte, dass noch Mitte November nicht alles eigefahren war. „Und wir haben alles versucht“, erinnert sich Stratmann, der schon seit 25 Jahren der Maschinengemeinschaft vorsteht: „Die Reifenpaare, die wir angebracht hatten, machten die Maschinen so breit, dass wir die ganze Straße alleine brauchten.“ Und trotzdem hat sich der eine oder andere Maishäcksler in dem Untergrund noch festgefahren. Wenn es eng wird, eine Schlechtwetterfront sich nähert, dann wird auch bis tief in die Nacht gefahren, tasten sich die Scheinwerfer der Erntemaschinen zielsicher von Furche zu Furche. Da sind Technik und Können gefragt. Vorbei sind allerdings die Zeiten, als die Drescherfahrer während der Ernte von Getreidestaub eingehüllt und Stechfliegen belagert regelrechte Martyrien durchlebten.

 

Warten auf gutes Wetter: (v. l.) Geschäftsführer Theo Stratmann, Andreas Peveling, Helmut Dühlmann,

Hermann Dühlmann, Tobias Ahlbrand, Bernd Strotmann (Stellvertretender Geschäftsführer), Richard

Poppenborg und Heino Pelster.

 

Quelle: Die Glocke


   
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